Viktor Hess und die Entdeckung der Kosmischen Strahung
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Die neuen Messgeräte

 

6.   Die neuen Messgeräte

Viktor Franz Hess war es gelungen, mit einfachen Messgeräten, die auf dem Prinzip der Ionisationskammern beruhten, die Existenz der Kosmischen Strahlung nachzuweisen. Die Ionisationskammer lieferte ihm dabei Ergebnisse, indem sie die Wirkung der Kosmischen Strahlung über eine längere Zeit integrierte, und dadurch wenig Spielraum für Rückschlüsse auf detaillierte Wechselwirkungen der Strahlung mit dem Medium der Ionisationskammer zuließ. Für die Erforschung des Wesens der Kosmischen Strahlung waren daher neue verbesserte Detektoren erforderlich, die sich von der Tradition der Ionisationskammer lösten und es ermöglichten, die Wechselwirkungen jedes einzelnen Strahlungspartikels zu untersuchen.

Dass Viktor Hess immer dem Prinzip der Ionisationskammer in immer ausgereifteren und weiter entwickelten Formen wie dem automatisch registrierenden Steinke’schen Standardapparat treu blieb, war der Hauptgrund, warum seine Forschungsgruppe immer mehr in den Hintergrund geriet und an internationaler Bedeutung verlor.

Die weiteren, sensationellen Entdeckungen wurden anderorts und mit anderen Detektoren gemacht. Vor allem tat sich dabei die Arbeitsgruppe um Robert Andrews Millikan hervor, die auf den verschiedensten Gebieten sehr erfolgreich war. Am Gebiet der Kosmischen Strahlung konnten dabei vor allem Carl Anderson und Seth Neddermayr punkten, die mit der Nebelkammer arbeiteten.

Marietta Blau, Hertha Wambacher und später Cecil Powell verwendeten Photographische Platten als Detektoren, eine Technik, die revolutionäre Ergebnisse in der Erforschung der Kosmischen Strahlung und in der Kernphysik selbst ermöglichte.

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