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Nach seinem Studium hatte Viktor Hess eigentlich vor, sich dem angesehenen Professor Paul Drude in Berlin anzuschließen, um sich weiter über die Optik zu vertiefen. Leider machte der Selbstmord Paul Drudes diese vielversprechenden Pläne zunichte. So hang der junge Physiker jetzt einigermaßen in der Luft.
Sein Doktorvater an der Universität Graz, Leopold Pfaundler, hatte aber zum Glück einige Verbindungen und konnte seinen Schützling dem Wiener Professor Franz Exner anempfehlen, der gemeinsam mit Egon von Schweidler ein Pionier in der Erforschung der Luftelektrizität war und die Aufmerksamkeit des jungen Hess auf das spannende und umfangreiche Thema der damit verbundenen Radioaktivität lenkte. Hier lernte Viktor Hess auch Professor Stefan Meyer kennen, mit dem ihn über viele Jahre eine tiefe Freundschaft verband.
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Paul Drude (1863-1906) war ein hochgeschätzter Wissenschafter. Er leistete Pionierarbeit im Bereich der Optik und erkannte die Zusammenhänge zwischen den optischen und elektrischen Eigenschaften fon Festkörpern.
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Herrn Prof. Dr Stefan Meyer in dankbarer Verehrung überreicht von V.F. Hess
Aus der Zeit am Institut von Franz Exner stammt eine Referatsammlung zum Thema Radioaktivität. Ein Exemplar des Büchleins hat V.F. Hess dem Professor Stefan Meyer gewidmet.
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Viktor Hess war ein Wissenschafter mit breit gestreutem Interesse, großem Fleiß und starkem inneren Antrieb. Außer seiner Tätigkeit am Institut Franz Exners hatte er noch einige andere Aufgaben zu bewältigen. 1907 und 1908 sammelte Viktor Hess wichtige Erfahrungen am Mineralogischen Institut der Universität Wien. Im Zeitraum von 1908 bis 1920 hielt Hess Vorlesungen in medizinischer Physik an der Veterinäruniversität, und seit 1910 las er als Privatdozent an der Wiener Universität.
Im Jahre 1910 konnte Dank einer Stiftung das Radiuminstitut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften eingerichtet werden. Viktor Hess wurde am neuen Institut Assistent bei Stefan Meyer, eine Stelle, die er bis 1920 behielt.
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