Viktor Hess und die Entdeckung der Kosmischen Strahung
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Einige Lebensdaten

 

8.3   Franz Serafin Exner

geboren: 24.03.1849 in Wien, Österreich
gestorben: 15.10.1926 in Wien, Österreich

Am 24. März 1849 wurde Franz Serafin Exner in Wien geboren, wo er seit 1867 auch an der Universität studierte. Sein Vater, ebenfalls Franz Serafin Exner, war von 1831 bis 1848 Professor für Philosophie in Prag. Seit 1848 war er Ministerialrat im Unterrichtsministerium und arbeitete an einem "Entwurf der Grundzüge des öffentlichen Unterrichtswesens in Österreich", der die österreichische Bildungspolitik bis weit in das zwanzigste Jahrhundert hinein beeinflusste.

Im Jahre 1871 promovierte Franz Exner zum Dr.phil., 1873 kehrte er von einem Aufenthalt an der Universität Straßburg nach Wien zurück, wo er sich 1874 habilitierte. In weiterer Folge zeichnet sich Franz Exner vor allem durch seine Leistungen am Gebiete der Elektrochemie, der Luftelektrizität, der Spektralanalyse und der Farbenlehre aus. Vor allem durch seine Arbeiten im Gebiet der Luftelektrizität weckte er das Interesse des jungen Viktor Hess für dieses Thema, wodurch er sein Scherflein zur Entdeckung der Kosmischen Strahlung beitrug.

1907 erklomm Franz Serafin Exner die höchste Sprosse der akademischen Würden und wurde Rector Magnificus der Universität Wien.

Franz Serafin Exner rauchte gerne Pfeife

Franz Serafin Exner war ein vielseitiger Physiker mit weisem Vorausblick. Er war Pionier in praktisch allen Gebieten der modernen Physik. Vor allem ist es ihm zu danken, dass man sich in Österreich bereits sehr früh mit den Themen Radioaktivität, Spektroskopie und der Elektrizität in der Atmosphäre beschäftigte.

und Franz Serafin Exner liebte Zigarren

Franz Serafin Exner war für die Ausarbeitung der Pläne für das im Jahre 1910 gegründete Institut für Radiumforschung zuständig, in dem Viktor Franz Hess die schönsten Jahre seines Lebens verbringen würde.

Im März des Jahres 1909 stellte Viktor Hess einen Habilitationsantrag, um Dozent für Physik an der Wiener philosophischen Fakultät zu werden. In der zuständigen Kommission saßen die Professoren Exner, Hasenöhrl, Hepperger, Höfler, Jodl, Lang und Wirtinger. Im Mai 1909 wurde das Gesuch zurückgewiesen. Franz Exner meinte, dass Hess’ Arbeiten durchaus solide und fleißig gearbeitet seien, im ganzen aber nicht bedeutend wären. Wirtingers Einwand, dass andere Professoren auch nicht mehr hätten, konnte die anderen Mitglieder der Kommission nicht überzeugen.

1910 versuchte Viktor Hess einen zweiten Anlauf, und dieses Mal gelang es, Viktor Hess wurde habilitiert und konnte Dozent werden. Franz Exner fügte hinzu:

Die Arbeiten sind durchaus streng wissenschaftlich und mit großer Sorgfalt ausgeführt, aber es soll nicht verschwiegen werden, dass das Gebiet, auf welches dieselben sich beziehen, ein relativ eingeschränktes ist, im wesentlichen das der Radioaktivität, allerdings ein Gebiet, das gerade jetzt von besonderer Aktualität ist; auch muss berücksichtigt werden, dass gegenwärtig, bei der allgemein intensiven Betätigung auf experimentellem Gebiete, es für den Anfänger kaum möglich ist, anders ersprießliches zu leisten, als durch Konzentration auf ein Gebiet.

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