Viktor Hess und die Entdeckung der Kosmischen Strahung
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Stefan Meyer

 

8.4   Stefan Meyer

geboren: 24.04.1872 in Wien, Österreich
gestorben: 29.12.1949 in Bad Ischl, Österreich

Ab 1892 studierte Stefan Meyer an der Universität Wien. 1896 promovierte er zum Dr.phil und führte danach seine Studien in Leipzig und an der Technischen Hochschule Wien fort. 1897 wurde er Assistent bei Boltzmann, nach dessen Tod im Jahre 1906 er das Institut für Theoretische Physik leitete. 1907 wurde Stefan Meyer Assistent bei Franz Serafin Exner und erhielt 1908 den Titel eines außerordentlichen Professors an der Universität Wien.

1908 bis 1910 war er mit der Planung des Institutes für Radiumforschung betraut, dessen Leitung er im Jahre 1910 übernahm. 1915 wurde er ordentlicher Professor und 1920 wurde er der Vorstand des Institutes.

1938 wurde Stefan Meyer, weil er Jude war, von den Nationalsozialisten zwangspensioniert. Weil er gute Verbindungen hatte, konnte Stefan Meyer die Kriegszeit in Bad Ischl verbringen, ohne weiter behelligt zu werden. Nach dem Krieg wurde Stefan Meyer vollständig rehabilitiert und mit altem Amt und Würden versehen. 1947 emeritiert starb Stefan Meyer 1949 in Bad Ischl.

Stefan Meyer

Stefan Meyer war nicht nur einer der bedeutensten Wiener Physiker seiner Zeit, er war auch ein begeisterter Musiker. In den Jahren 1902 bis 1911 war Stefan Meyer Dozent für Akustik am Wiener Konservatorium.

Gemeinsam mit dem Ehepaar Curie und Ernest Rutherford gehörte Stefan Meyer zu den allerersten Pionieren am Felde der Erforschung der Radioaktivität. Zu den Leistungen Meyers gehörten die Erkenntnis, das es sich bei der Radiumstrahlung um eine Teilchenstrahlung handelt, dass Polonium kein stabiles Element ist, und erste Schritte zur Altersbestimmung mit Hilfe radioaktiver Elemente. 1937 bestimmte Stefan Meyer das Alter der Sonne auf etwa 4½ Milliarden Jahre [39].

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