Viktor Hess und die Entdeckung der Kosmischen Strahung
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Einige Lebensdaten

 

8.5   Paul Karl Ludwig Drude

geboren: 12.07.1863, Braunschweig in Deutschland
gestorben: 05.07.1906 in Berlin

Paul Karl Ludwig Drude

Paul Drude war ein genialer Theoretiker und ein gründlicher Experimentator. Die Ergebnisse seiner Arbeit sind bis heute von größter Bedeutung geblieben. Allein im Jahre 1995 wurde Drude in 73 Publikationen zitiert.

Am 12. Juli 1863 wurde Paul Drude in Braunschweig geboren. Als Sohn des hiesigen Arztes hatte er Zugang zu einer guten Ausbildung. So besuchte er das Gymnasium in Brunswick und inskribierte dann Mathematik an der Universität Göttingen. Die folgenden Semester verbrachte er in Freiburg und in Berlin. Im sechsten Semester ging er zurück nach Freiburg. Dort wurden ihm von Professor W. Voigt die Faszinationen der optischen Physik näher gebracht. Seine Dissertation bei Voigt beschäftigte sich auf rein theoretischer Basis mit den Gesetzmäßigkeiten der Reflektion und der Brechung des Lichtes an der Oberfläche von Kristallen.

Solange Paul Drude mit Professor Voigt in Göttingen zusammenarbeitete, war sein Zugang zur Optik vom mechanistischen Bild Fresnels geprägt. 1894 ging Paul Drude nach Leipzig und widmete sich dort verschiedenen wellenoptischen Problemen wie die Ausbreitung von elektromagnetischen Wellen und der drahtlosen Telegraphie. In dieser Zeit setzte er sich detaillierter mit den Theorien von Maxwell auseinander. Er war einer der ersten, der die optischen Eigenschaften von Materie mit den Elektronen in der Materie in Zusammenhang brachte.

Mit seiner weiteren Forschungstätigkeit auf diesem Gebiet legte Paul Drude den Grundstein für ein Verständnis für die elektrische Leitfähigkeit und die Wärmeleitfähigkeit sowie den optischen Eigenschaften von Metallen.

Im Jahre 1901 wurde Drude nach Gießen berufen, wo er der Vorstand des Institutes für Physik wurde. Nachdem er den Ruf an verschiedene andere Universitäten nicht wahrgenommen hatte, ließ er sich endlich dazu überreden, Vorstand des Institutes für Physik in Berlin zu werden. Paul Drude war noch kein Jahr in Berlin gewesen, als er aus dem regesten wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Leben gerissen wurde. Am 5. Juli 1906, eine Woche vor seinem 43. Geburtstag, nahm sich Paul Drude das Leben.

Drude hatte viele Ämter und Bürden auf seine Schultern gesammelt. Zur selben Zeit hielt er stets mehrere wissenschaftliche Projekte am Laufen, außerdem hielt er Vorlesungen, betreute Dissertanten, verwaltete als Vorstand mehrere Institute und gab die renommierte Zeitschrift “Annalen der Physik ” heraus. Alle diese Aufgaben erfüllte Paul Drude vorbildlich und mit für ihn charakteristischer Gründlichkeit.

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